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<title>Fundament</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fundament</span></h1>
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<p>Ein <b>Fundament</b> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">fundus</span> „Bodengrund“; in der Schweiz auch <b>Fundation</b>) ist der unterste Teil einer <a href="Baukonstruktion" title="Baukonstruktion">Konstruktion</a>, welcher <a href="Belastung_(Physik)" title="Belastung (Physik)">Lasten</a> aus der Konstruktion in den darunterliegenden Bereich überträgt. Das Fundament eines <a href="Bauwerk" title="Bauwerk">Bauwerks</a> liegt auf dem <a href="Baugrund" title="Baugrund">Baugrund</a> auf und überträgt die <a href="Bauwerkslasten" title="Bauwerkslasten">Bauwerkslasten</a> in diesen. Es ist somit Bestandteil der allgemeinen <a href="Gr%C3%BCndung_(Bauwesen)" title="Gründung (Bauwesen)">Gründung</a> des Bauwerks.
</p><p>Fundamente können auch <a href="Bauteil_(Bauwesen)" title="Bauteil (Bauwesen)">Bauteile</a> einer größeren Struktur sein, die wiederum fundamentiert wird. Sie bilden die Schnittstelle zwischen verschiedenen Funktions- und Strukturbereichen, beispielsweise bei Maschinenfundamenten. Sonderformen dienen der Entkopplung oder Trennung von Strukturen (z.&nbsp;B. elastische Fundamente oder aktive <a href="Lager_(Statik)" title="Lager (Statik)">Auflager</a>). Fundamente sind meist schwerer, steifer und schwingungsfester als die daran oder darauf zu befestigenden Bauelemente. Sie sollen eine unbeabsichtigte Bewegung oder <a href="Verformung" title="Verformung">Verformung</a> der daran angeschlossenen Struktur verhindern.
</p><p>Fundamente bestehen aus Elementen wie <a href="Platte_(Technische_Mechanik)" title="Platte (Technische Mechanik)">Platten</a>, Pfählen (<a href="Pfahlfundament" class="mw-redirect" title="Pfahlfundament">Pfahlfundament</a>), <a href="Tr%C3%A4ger_(Statik)" title="Träger (Statik)">Trägern</a>, <a href="Stein" title="Stein">Steinen</a> und Ähnlichem. Ein wesentlicher Baustoff für Fundamente ist <a href="Stahlbeton" title="Stahlbeton">Stahlbeton</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fundamente_von_Bauwerken">Fundamente von Bauwerken</h2></div>
<p>Fundamente spielen eine wesentliche Rolle im Bauwesen. Sie werden speziell dafür konstruiert und <a href="Bemessung_(Ingenieurwesen)" class="mw-redirect" title="Bemessung (Ingenieurwesen)">bemessen</a>, die Bauwerkslast (z.&nbsp;B. Eigengewicht, Nutzlast, Wind) sicher in den Baugrund abzuleiten. Schäden, wie beispielsweise ein starkes Einsinken oder Kippen des Bauwerks (übermäßig große oder ungleichförmige <a href="Setzung_(Bauwesen)" title="Setzung (Bauwesen)">Setzungen</a>) sollen vermieden werden. Ein wesentliches Grundprinzip besteht darin, dass die Auflast durch das Fundament auf eine große Fläche verteilt wird, um dadurch beispielsweise die <a href="Spannung_(Mechanik)" class="mw-redirect" title="Spannung (Mechanik)">Spannung</a> im darunterliegenden Baugrund zu verringern und ein zu starkes Einsinken zu verhindern.
</p><p>Das Fundament wird als erster Teil des Bauwerks errichtet und ermöglicht erst den anschließenden Bau des restlichen Bauwerks. Im Vorfeld werden jedoch in aller Regel zunächst vorbereitende Maßnahmen am Baugrund durchgeführt. Dabei wird der Begriff Fundament je nach Kontext unterschiedlich verwendet und oft auch auf die unter dem eigentlichen Bauteil liegenden Veränderungen (bspw. Aufschüttungen, <a href="Sauberkeitsschicht" title="Sauberkeitsschicht">Sauberkeitsschicht</a> etc.) ausgeweitet<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>1.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. In diesem Artikel wird ausschließlich auf das Fundament als Bauteil eingegangen, während die Perspektive des <a href="Grundbau" title="Grundbau">Grundbaus</a> und die zugehörigen Bauverfahren im Artikel <i>Gründung</i> beschrieben werden.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Gr%C3%BCndung_(Bauwesen)" title="Gründung (Bauwesen)">Gründung (Bauwesen)</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Baustoffe">Baustoffe</h2></div>
<p>Fundamente können aus ganz unterschiedlichen Baustoffen errichtet werden. Hierbei ist die geschichtliche Entwicklung der Bautechnik im Bereich der Fundamente eng mit den zur Verfügung stehenden Baustoffen verknüpft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fundamente_aus_Holz">Fundamente aus Holz</h3></div>

<p>Die ursprünglichste Form zur Konstruktion von Häusern mit großen Dachflächen sind die <a href="Firsts%C3%A4ule" title="Firstsäule">Firstsäulen</a> die ohne Schwellen oder Steinlagen direkt auf den (möglichst festen) Grund gestellt wurden. Gründungskonstruktionen aus <a href="Holz" title="Holz">Holz</a> können aus <a href="Schwelle" class="mw-disambig" title="Schwelle">Schwellen</a> (waagerecht) und <a href="Rammpfahl" class="mw-redirect" title="Rammpfahl">Pfählen</a> (senkrecht) bestehen. Von der römischen Antike bis in das frühe 20.&nbsp;Jahrhundert war auf weichem Untergrund eine Schwellenrostgründung üblich, wobei mehrere Schwellen im Wandverlauf nebeneinander gelegt und durch kürzere Querschwellen verbunden werden. Nur an den Gebäudeecken waren die Schwellen kreuzweise übereinander gelegt. Die Zwischenräume verfüllte man mit <a href="Kies" title="Kies">Kies</a>, <a href="Bauschutt" title="Bauschutt">Bauschutt</a> oder <a href="Lehm" title="Lehm">Lehm</a>, und darüber wurde zunächst unvermörteltes und oberhalb vermörteltes Mauerwerk gesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Steinfundamente">Steinfundamente</h3></div>

<p>Fundamente aus Stein bzw. <a href="Ziegelstein" class="mw-redirect" title="Ziegelstein">Ziegeln</a> sind bei historischen Gebäuden häufig anzutreffen. Sie können aus <a href="Steinsch%C3%BCttung" title="Steinschüttung">Steinschüttungen</a> oder aus geschichteten Steinen (Steinpackungen, <a href="Trockenmauerwerk" title="Trockenmauerwerk">Trockenmauerwerk</a>) bestehen, welche gegebenenfalls auch im Wasser versenkt wurden. Ebenso können unter Anwendung von <a href="M%C3%B6rtel" title="Mörtel">Mörtel</a> Fundamente aus Mauerwerk hergestellt werden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bruchsteinfundamente bestanden im unteren Bereich meist aus einer <a href="Packlage" title="Packlage">Packlage</a>, indem Lagen aus größeren Steinen in den Zwischenräumen mit Schotter verfüllt wurden. Für die Packlage wurde bevorzugt dichtes Gestein verwendet, um den kapillaren Aufstieg der Bodenfeuchte zu unterbinden. Zusätzlich konnten oberhalb Sperrschichten aus Schieferplatten oder (ab etwa 1800) aus <a href="Teerpappe" class="mw-redirect" title="Teerpappe">Teerpappe</a> vorgesehen werden.
</p><p>Bei Fundamenten aus Mauerwerk wurden die zu gründenden Mauern häufig zur Sohle hin verbreitert um die Auflast auf eine größere Fläche zu verteilen. Hierzu wurde das Mauerwerk mit einem oder mehreren treppenförmigen Absätzen ausgeführt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere für die unteren Steinlagen sind große Naturstein-Quader deutlich besser geeignet als Backsteine, da sie die Last besser verteilen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für gemauerte Maschinenfundamente wurde auch Asphalt-Mauerwerk verwendet, welches im Umgang mit den einwirkenden Schwingungen Vorteile bot.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>3.3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine besondere Bauform gemauerter Fundamente sind Erdbögen. Es sind teils <a href="Bogen_(Architektur)" title="Bogen (Architektur)">Bögen</a>, die unter der Erde liegen, teils solche, die auf der Erde aufsitzen, teils solche, die gegen die Erde gemauert sind. Den sehr unterschiedlichen Konstruktionen ist nur die Bogenform, die Lage im Fundament und die Anwendung bei schwierigen Untergrundverhältnissen gemeinsam.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>1.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Bauform ermöglicht es, ähnlich einer umgedrehten Deckenkonstruktion, die Bauwerkslast auf eine größere Fläche zu verteilen.
</p><p>Moderne Fundamente bestehen hingegen überwiegend aus Beton oder Stahlbeton. Gemauerte Fundamente werden aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes kaum noch ausgeführt.<sup id="cite_ref-Baufachkunde_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Baufachkunde-10"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Grundmauer" title="Grundmauer">Grundmauer</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Betonfundamente">Betonfundamente</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beton_ohne_Bewehrung">Beton ohne Bewehrung</h4></div>
<p>Der Baustoff <a href="Beton" title="Beton">Beton</a> ist von herausragender Bedeutung im <a href="Grundbau" title="Grundbau">Grundbau</a>. Bei einem Fundament aus reinem Beton wird im einfachsten Falle lediglich eine Grube ausgehoben und diese mit Beton verfüllt, also direkt gegen den Erdboden betoniert. Der steile Lastausbreitungswinkel von 45 Grad oder mehr im un<a href="Bewehrung" title="Bewehrung">bewehrten</a> Beton macht bei größeren Lasten jedoch große Fundamenthöhen und somit sehr massive Fundamente erforderlich.<sup id="cite_ref-Baufachkunde_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-Baufachkunde-10"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fundamente aus unbewehrtem Beton kommen daher vor allem bei geringen Lasten zum Einsatz (Beispielsweise Fundamente für <a href="Zaun" title="Zaun">Zäune</a> oder <a href="Verkehrsschilder" class="mw-redirect" title="Verkehrsschilder">Verkehrsschilder</a>, <a href="Au%C3%9Fenanlage_(Bauwesen)" title="Außenanlage (Bauwesen)">Außenanlagen</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Stahlbeton">Stahlbeton</h4></div>
<p>Die Möglichkeit der Aufnahme von Zugkräften durch den im Beton eingebauten <a href="Bewehrungsstahl" title="Bewehrungsstahl">Bewehrungsstahl</a> macht im Gegensatz zu Fundamenten aus Stein oder unbewehrtem Beton <a href="Biegesteif" class="mw-redirect" title="Biegesteif">biegesteife</a> Fundamente möglich. Dies ermöglicht insbesondere den Bau von großflächigen Fundamentplatten und eine Vermeidung/Reduzierung von ungleichförmigen Setzungen. Durch die verbesserte Lastausbreitung können Stahlbetonfundamente in der Regel mit geringerer Höhe ausgeführt werden als Fundamente ohne Bewehrung. Dadurch sind sie trotz des zusätzlichen Stahlbedarfs meist wirtschaftlicher. Bei großen und/oder ungleichförmigen Lasten sowie schlechten Baugrundverhältnissen ist die Verwendung von Stahlbeton meist unverzichtbar.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>6.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fundamente_aus_Schaumglas">Fundamente aus Schaumglas</h3></div>
<p>Für Gebäude in leichter Bauweise, insbesondere im <a href="Holzbau" title="Holzbau">Holzbau</a>, können Bodenplatten auch ohne zementgebundene Baustoffe ausgeführt werden. Dabei werden druckfeste Platten aus <a href="Schaumglas" title="Schaumglas">Schaumglas</a> lose auf einer planeben hergestellten Tragschicht, beispielsweise aus Splitt, verlegt.
</p><p>Schaumglas wird überwiegend aus geschäumtem Recyclingglas hergestellt und ist formstabil, feuchteunempfindlich, nicht brennbar (<a href="Baustoffklasse" class="mw-redirect" title="Baustoffklasse">Baustoffklasse</a> A1) und unempfindlich gegenüber Schädlingsbefall. Durch die geschlossene Zellstruktur besitzt es eine geringe <a href="W%C3%A4rmeleitf%C3%A4higkeit" title="Wärmeleitfähigkeit">Wärmeleitfähigkeit</a>. Schaumglas kann daher einerseits rein als <a href="W%C3%A4rmed%C3%A4mmung" title="Wärmedämmung">Wärmedämmung</a> eines Betonfundamentes verwendet werden, in Plattenform oder unterhalb des Fundaments auch in Form von Schaumglas-Granulat.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>6.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andererseits werden auch Fundamente rein aus Schaumglasplatten errichtet, welche dann sowohl das Tragwerk als auch die Wärmedämmung des Fundamentes bilden. Diese Bauweise erlaubt eine vollständig mineralische und rückbaufähige Gründung und wird als Alternative zu Betonfundamenten eingesetzt.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauformen">Bauformen</h2></div>



<p>Entsprechend der Vielfalt an Anwendungen existiert eine Vielzahl an Bauformen.
</p><p>Eine grundlegende Einteilung unterscheidet <a href="Flachgr%C3%BCndung" title="Flachgründung">Flachgründungen</a>, welche nahe der Oberfläche angelegt und von der <a href="Gr%C3%BCndungssohle" title="Gründungssohle">Gründungssohle</a> aus aufgebaut werden, und <a href="Tiefgr%C3%BCndung" title="Tiefgründung">Tiefgründungen</a>, welche tief in den Untergrund eingebracht werden.
</p><p>Eine weitere Unterteilung der Fundamente kann unter anderem nach Geometrie erfolgen. Im Detail werden bei Fundamenten folgende Bauformen und Begriffe verwendet:
</p>
<ul><li><i>Balkenfundamente</i> oder <i>Fundamentbalken</i> bestehen aus einem <a href="Balken" title="Balken">Balken</a> als Tragelement und werden auf <a href="Biegung_(Mechanik)" title="Biegung (Mechanik)">Biegung</a> beansprucht.</li>
<li><i>Einzelfundamente</i> oder <i>Punktfundamente</i> bilden das Fundament für eine punktförmige Auflast eines einzelnen Bauteils wie bspw. einer Stütze. Sie werden beispielsweise häufig bei Hallen angewendet, welche auf einem <a href="Skelettbau" title="Skelettbau">Skelett</a> aus Stützen ruhen.</li>
<li><i><a href="Fl%C3%A4chengr%C3%BCndung" title="Flächengründung">Flächengründungen</a></i> umfassen alle Fundamente, welche die Bauwerkslast über horizontale oder wenig geneigte Flächen auf den Baugrund aufbringen. Der Begriff wird meist für flächige Fundamente in Abgrenzung zu punktförmigen Einzel- oder Pfahlfundamenten verwendet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>8.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Kämpferfundamente</i> sind die <a href="Widerlager_(Br%C3%BCckenbau)" title="Widerlager (Brückenbau)">Widerlager</a> von Brücken, die neben senkrechten Lasten auch horizontale Lasten aus <a href="Bogenbr%C3%BCcke" title="Bogenbrücke">Brückenbögen</a> in den Untergrund ableiten. Im Bauwesen wird gewöhnlich das Auflager der beiden Enden eines <a href="Bogen_(Architektur)" title="Bogen (Architektur)">Bogens</a> als <a href="K%C3%A4mpfer_(Architektur)" title="Kämpfer (Architektur)">Kämpfer</a> bezeichnet, das dessen Schubkräfte am umgebenden Mauerwerk abstützt.</li>
<li><i>Kellerwannen</i> bestehen aus fugenlos miteinander verbundenen Fundamentplatten und Kelleraußenwänden. Diese Variante wird bei drückendem <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasser</a> ausgeführt.</li>
<li><i><a href="K%C3%B6cherfundament" title="Köcherfundament">Köcherfundamente</a></i> tragen einzelne Stützen, die nicht nur horizontale Lasten, sondern auch <a href="Drehmoment" title="Drehmoment">Drehmomente</a> aufnehmen sollen.</li>
<li><a href="Pfahlgr%C3%BCndung" title="Pfahlgründung"><i>Pfahlgründungen</i></a> bzw. <i>Pfahlfundamente</i> bestehen aus in den Boden eingebrachten Pfählen, welche die Bauwerkslast über die Pfahlspitze und gegebenenfals Reibung an der Außenfläche des Pfahls in den Baugrund einleiten.</li>
<li><i><a href="Fundamentplatte" class="mw-redirect" title="Fundamentplatte">Plattenfundamente</a></i> oder <i>Fundamentplatten</i> oder <i>Gründungsplatten</i> sind flächenförmige Fundamente. Sie bilden beispielsweise das gemeinsame Fundament mehrerer Stützen und/oder Wände.</li>
<li><i>Schraubfundamente</i> <span id="Schraubfundament"></span><span id="Schraubfundamente"></span>sind Punktfundamente aus Stahlhülsen mit grobem äußeren <a href="Gewinde" title="Gewinde">Gewinde</a>, die sich mit geringem Aufwand montieren und wieder demontieren lassen und dadurch ein vollständig <a href="Demontables_Bauen" title="Demontables Bauen">reversibles Bauen</a> ermöglichen.</li>
<li><i>Streifenfundamente</i>, gelegentlich auch <i>Bankett(fundamente)</i><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>1.3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> genannt, sind linienförmige Fundamente. Sie übernehmen die Last einer darauf errichteten, tragenden Wand oder mehrerer Stützen. Letzterer Fall wird auch als <i>Gründungsstreifen</i> bezeichnet<sup id="cite_ref-Baufachkunde_10-2" class="reference"><a href="#cite_note-Baufachkunde-10"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Senkkasten" title="Senkkasten">Senkkästen</a></i> oder <i>Caissons</i> sind kastenförmige Fundamente, welche durch Aushub am Boden in den Baugrund abgesenkt werden. Sie eignen sich zum erstellen von Fundamenten unter Wasser.</li>
<li><i>Zugfundamente</i> leiten Zugkräfte in den Boden ein. Der Zugkraft entgegen wirkt das Eigengewicht des verbauten Betons und/oder das Eigengewicht des Bodens selbst. Dementsprechend bestehen derartige Fundamente entweder aus Betonblöcken oder aus im Boden befindlichen Ankerplatten oder Stahlrosten mit Bodenauflast.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>8.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Maschinenfundamente">Maschinenfundamente</h2></div>

<p>Maschinenfundamente dienen zur Befestigung des tragenden (meist untenliegenden) Korpus von stationär aufgestellten Maschinen, dem sogenannte <a href="Maschinengestell" title="Maschinengestell">Maschinengestell</a>. Das Maschinengestell – oft aus einem Stück gegossen – trägt die einzelnen, beweglichen Funktionsgruppen der jeweiligen Maschine. Maschinengestelle können 70–90&nbsp;% der Gesamtmasse einer Maschine ausmachen. Ihre <a href="Tr%C3%A4ge_Masse" class="mw-redirect" title="Träge Masse">träge Masse</a> und <a href="Verwindungssteifigkeit" class="mw-redirect" title="Verwindungssteifigkeit">verwindungssteife</a> <a href="Bauweise" title="Bauweise">Bauweise</a> ermöglichen ein <a href="Genauigkeit" title="Genauigkeit">genaues</a> Arbeiten. Typische Maschinengestelle sind etwa der gusseiserne Korpus mit Schlittenführung einer <a href="Drehmaschine" title="Drehmaschine">Drehmaschine</a> oder die stählerne Säule mit gegossenem Stahlfuß einer <a href="S%C3%A4ulenbohrmaschine" title="Säulenbohrmaschine">Säulenbohrmaschine</a>.
</p><p>Da die Funktionsgruppen der meisten Maschinen in ihrer Bewegungsmöglichkeit untereinander zwangsgeführt sind, können Maschinen in der Regel vom Fundament genommen und versetzt werden. Große Antriebsmaschinen oder Generatoren im Anlagenbau werden teilweise auf Federn gelagert, die im Maschinenfundament fixiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Gr%C3%BCndung_(Bauwesen)" title="Gründung (Bauwesen)">Gründung (Bauwesen)</a></li>
<li><a href="Sockel_(Architektur)" title="Sockel (Architektur)">Sockel (Architektur)</a>, <a href="Geschoss_(Architektur)#Sockelgeschoss" title="Geschoss (Architektur)">Geschoss (Architektur)#Sockelgeschoss</a>, <a href="Basis_(Architektur)" title="Basis (Architektur)">Basis (Architektur)</a>, <a href="Unterbau_(Bauwesen)" title="Unterbau (Bauwesen)">Unterbau (Bauwesen)</a></li>
<li><a href="Stereobat" title="Stereobat">Stereobat</a> und <a href="Krepis" title="Krepis">Krepis</a> – Gründung und Basis eines antiken, griechischen Tempels</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Anton Pech, Robert Hofmann, Erik Würger: <i>Baukonstruktionen Teil 3: Gründungen.</i> Zweite, erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel, 2020. ISBN 978-3-0356-1976-8.</li>
<li><a href="Eduard_Schmitt" title="Eduard Schmitt">Eduard Schmitt</a>: <i>Fundamente</i>. In: <i><a href="Handbuch_der_Architektur" title="Handbuch der Architektur">Handbuch der Architektur</a>, Teil III, Bd. 1</i>: <i>Constructions-Elemente in Stein, Holz, Eisen; Fundamente</i>. Darmstadt 1886, S. 229–338. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/handbuchderarch03durmgoog/page/n245/mode/1up?view=theater">Digitalisat auf archive.org</a>, abgerufen am 21. Januar 2024)</li>
<li>Janusz Lipinški: <i>Fundamente und Tragkonstruktionen für Maschinen.</i> Bauverlag, Wiesbaden 1972.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Fundament" class="extiw external" title="wikt:Fundament">Wiktionary: Fundament</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li><span class="mw-cite-backlink">↑ </span> <span class="reference-text"><a href="Hans_Koepf" title="Hans Koepf">Hans Koepf</a>, <a href="G%C3%BCnther_Binding" title="Günther Binding">Günther Binding</a>: <i>Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar</i> (= <i>Kröners Taschenausgabe.</i> Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf">Digitalisat auf moodle.unifr.ch</a>, abgerufen am 10. Februar 2023)</span>
<ol class="mw-subreference-list"><li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">159</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">157</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">47</span>
</li>
</ol></li>
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